Er umfasst den Innenhof und den Schlossgarten mit einer Fläche von 9 Hektar, einer Sammlung exotischer Gehölze, Blumenbeeten, einem romantischen Teich, zwei Pavillons, einer Kapelle, einem Kinderspielplatz sowie Blockhäusern, die früher der Ausbildung adliger Kinder dienten.
Die ersten landschaftsgärtnerischen Anpassungen der Umgebung des Schlosses erfolgten gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als Karl Fürst von Auersperg (1750–1822) südlich des Schlosses auf dem Gelände eines abgerissenen Wirtschaftshofes einen etwa zehn Hektar großen Park anlegte. Sein Großneffe Vincenz Karl Fürst von Auersperg (1812–1867) nahm nach seiner Rückkehr aus England, wo ihn die dortige Landschaft und die Adelssitze fasziniert hatten, in der Mitte des 19. Jahrhunderts weitere Veränderungen vor. Der Park wurde auf 26 Hektar erweitert und mit dem Wildgehege verbunden, das durch zahlreiche kleinere Bauten ergänzt wurde – die Schweizerei (ein dekorativer Gutshof mit Kühen und Schafen), das Tiroler Haus, ein Schießstand sowie Aussichtstürme – Wilhelminenwarte, Na Chlumu und Na Jelení hlavě. Zu den in diesem Zusammenhang einbezogenen Bauwerken zählen auch die Burgruinen Strádov und Rabštejnek. Das wohl interessanteste Bauwerk entstand unmittelbar beim Schloss im Garten – ein Kinderwirtschaftshof, der früher der Erziehung adeliger Kinder diente. Spielerisch lernten die Kinder hier die Grundlagen der Haushaltsführung, Gartenarbeit, Geflügelzucht, Briefeschreiben oder Kochen. Das Ende des 19. Jahrhunderts brachte weitere Veränderungen – es entstanden ein Seerosenteich, ein Tennisplatz, Pavillons, eine Kapelle, und das Gelände wurde eingezäunt und mit einer Wasserleitung ausgestattet. Fürst Franz Joseph von Auersperg (1856–1938) legte großen Wert auf die dendrologische Vielfalt, weshalb der Garten und Park von Slatiňany heute zu den artenreichsten in Ostböhmen zählen. Dank Investitionen in den letzten Jahren wurde das gesamte Wegenetz, der Teich, sämtliche Bauwerke restauriert, neue Bäume und Sträucher gepflanzt sowie Beete und Strauchgruppen erneuert. So können Besucher jeden Frühling nicht nur Hunderte blühender Rhododendren und Azaleen bewundern.
WICHTIGE INFORMATIONEN FÜR DEN BESUCH DES GARTENS
- Bitte beachten Sie die Besucherordnung – Sie finden sie HIER.
- Der Zutritt zum Schlossgarten ist nur während der Besuchszeiten möglich; für den Schlossgarten wird Eintritt erhoben – siehe Eintrittspreise.
- Der Zugang zum Schlosspark ist unter Einhaltung der Besucherordnung frei.
- Der Eintritt in den Garten ist nur über das Schlossgebäude möglich; nach Schließung der Kasse kann das Gelände nur durch das Drehkreuz im hinteren Teil des Gartens verlassen werden (ca. 500 m vom Schloss entfernt).
HINWEIS: Die Breite des Drehkreuzes erlaubt keine Durchfahrt mit großen Kinderwagen. Der Garten wird entsprechend der aktuellen Besuchszeiten verschlossen.
- Der Zutritt mit Hunden und Fahrrädern ist im Schlossgarten verboten.
- Jahreskarten sind während kostenpflichtiger Kulturveranstaltungen im Schlossgarten, außerhalb der Besuchszeiten sowie bei Schließung des Parks aufgrund schlechten Wetters, Vermietung usw. nicht gültig (über die Zugänglichkeit entscheidet die Verwaltung des Schlosses Slatiňany).
- Die Besichtigung des Schlossgartens erfolgt individuell und ohne Führung.
- Der Hang am östlichen Rand des Geländes ist nicht durch einen Zaun gesichert.
- Kindern unter 15 Jahren ist der Zutritt zum Gelände nur in Begleitung einer Person über 18 Jahren gestattet, die für das Verhalten des Kindes gemäß der Besucherordnung verantwortlich ist.
- Während des Aufenthalts im Schlossgarten ist der Besucher verpflichtet, auf Verlangen eines Mitarbeiters der Schlossverwaltung eine gültige Eintrittskarte oder Jahreskarte zur Kontrolle vorzulegen.
(individueller Rundgang)